1. Ausgangspunkt: Hat Deutschland zu wenige Genossenschaften?
Immer wieder wird die Zahl der Genossenschaften in Deutschland mit derjenigen anderer Länder verglichen. Besonders häufig dient Italien als Beispiel. Wird die Zahl der Genossenschaften ins Verhältnis zur Bevölkerung gesetzt, scheint Deutschland dabei deutlich zurückzuliegen.
Aus einer solchen „Genossenschaftsdichte“ wird mitunter geschlossen, dass die Genossenschaftsidee in anderen Ländern stärker verankert sei oder Deutschland ein erhebliches Potenzial für weitere Genossenschaftsgründungen ungenutzt lasse.
Ein solcher Vergleich kann ein interessanter Ausgangspunkt sein. Für weitergehende Schlussfolgerungen ist er jedoch nur begrenzt geeignet. Denn zunächst werden dabei Rechtsformen gezählt – nicht kooperative oder genossenschaftliche Strukturen.
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