Wie können wir die Genossenschaftsidee noch besser vermitteln? Welche Informationen benötigen Menschen tatsächlich, wenn sie eine Genossenschaft gründen oder sich erstmals mit dieser Unternehmensform beschäftigen? Und wie können bestehende Erfahrungen aus Wissenschaft, Beratung und Praxis so aufbereitet werden, dass sie möglichst viele Menschen erreichen?
Mit diesen Fragen beschäftigt sich das neue Projekt „Geno-Wissen teilen“, das der Bundesverein zur Förderung des Genossenschaftsgedankens e. V. Im Rahmen des Programms „Nachhaltig wirken“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE) in den kommenden drei Jahren umsetzen wird.
Wissenslücken herausarbeiten und gemeinsam vorhandenes Wissen besser nutzbar machen
Zur Genossenschaftsidee und zu Genossenschaften gibt es bereits zahlreiche hochwertige Informationsangebote, Materialien und Initiativen. Viele Organisationen engagieren sich seit Jahren dafür, Wissen zur Genossenschaftsgründung, zur genossenschaftlichen Praxis oder zu einzelnen Fachthemen bereitzustellen. Dieses Engagement bildet eine wichtige Grundlage, an die das Projekt ausdrücklich anknüpfen möchte.
Der Ansatz von „Geno-Wissen teilen“ ist dabei ein anderer: Im Mittelpunkt steht nicht die Sammlung, Weitergabe und Entwicklung weiterer Informationen „auf Vorrat“, sondern die systematische Ermittlung von Wissens- und Unterstützungsbedarfen. Ausgangspunkt des Projekts sind daher Interviews, Workshops und Austauschformate mit Gründerinnen und Gründern, Genossenschaften, Beraterinnen und Beratern sowie weiteren Akteuren des genossenschaftlichen Ökosystems. Gemeinsam soll herausgefunden werden, an welchen Stellen welche Informationen fehlen, welche Formate besonders hilfreich sind und wie bestehende Angebote besser miteinander verknüpft werden können. Auf dieser Grundlage werden neue Inhalte entwickelt – dort, wo tatsächlich Lücken bestehen und/oder neue Vermittlungsformen erforderlich sind.
Wissen teilen – gemeinsam entwickeln
Das Projekt versteht sich als Plattform für Zusammenarbeit und Austausch. Ziel ist es, bestehende Aktivitäten sichtbar zu machen, Erfahrungen aus unterschiedlichen Bereichen zusammenzuführen und neue Formate der Wissensvermittlung zu erproben.
Geplant sind unter anderem Podcasts, Videos, digitale Lernangebote, Materialien für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren sowie Veranstaltungen und Werkstattformate, in denen Inhalte gemeinsam entwickelt und weiterentwickelt werden. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf Fragen der nachhaltigen Ausrichtung von Genossenschaften sowie der Kommunikation ihrer gesellschaftlichen und ökologischen Wirkung.
Einladung zur Mitwirkung
„Geno-Wissen teilen“ lebt von der Beteiligung möglichst vieler Akteurinnen und Akteure. 17 Organisationen haben bereits im Antragsverfahren bekundet, das Vorhaben unterstützen zu wollen. Wir freuen uns darüber, das Projekt nun gemeinsam erfolgreich umsetzen zu können.
Wir laden Genossenschaften, Verbände, Hochschulen, Beratungsorganisationen und alle Interessierten herzlich ein, ihre Erfahrungen, Ideen und Perspektiven einzubringen. Denn gute Informationen entstehen am besten dort, wo Wissen geteilt, Erfahrungen ausgetauscht und neue Ideen gemeinsam entwickelt werden.

